„Abgefrühstückt!“? Was wird aus der Evangelischen Kirche nach 2017? – lautete das Thema der Lutherstunde des EB Bayern am 18. Februar 2018. Im Nürnberger Caritas-Pirckheimer-Haus wurde nach tragfähigen Antworten auf die Frage nach einer „Vision von Kirche nach dem Jubiläum 2017“ gesucht. Hauptreferent, Publizist Christian Nürnberger, begann seine Ausführungen mit einem subjektiven Eindruck: „Vor dem Reformationsjubiläum war die Lage der evangelischen Kirche ernst und hoffnungslos. Jetzt, danach, ist die Lage immer noch ernst, aber nicht mehr hoffnungslos.“ Er schrieb den Kirchen angesichts der gegenwärtigen Weltlage – Bedrohungen der freiheitlichen Lebensordnungen, Demokratien und Menschenrechte – positiv ins Stammbuch: „Wir brauchen gerade jetzt kritische Instanzen, die sich mit diesen Gefahren auseinandersetzen, und die in der Lage sind, Widerstände zu organisieren und Wege zu bahnen in eine neue Ordnung, in der die Chancen des Neuen genutzt und die Gefahren umschifft werden. Eine dieser kritischen Instanzen könnte die protestantische Kirche sein.“ Anschließend referierte Pfarrer Dr. Norbert Roth als Projektkoordinator des Prozesses „Profil und Konzentration“ in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Auf dem Podium diskutierten: Landessynodalin Christa Müller, Dr. Siegfried Grillmeyer als Vertreter der römisch-katholischen Kirche, Redakteur Wolfgang Heilig-Achneck von den Nürnberger Nachrichten und Moderator Dekan Uland Spahlinger vom EB Bayern.

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