Infostand Zimmermann

Carmen Zimmermann am neuen Informationsstand des Evangelischen Bundes

Referenten des Konfessionskundlichen Instituts

Die Referentinnen und Referenten des Konfessionskundlichen Instituts

zentralvorstand_eb_2014

Der Zentralvorstand des Evangelischen Bundes

Moeller Spornhauer Arends Friedrich

Oberkirchenrat Dr. Ulrich Möller, Pfarrer Dr. Dirk Spornhauer, Landessuper­intendent Dietmar Arends und Landessuperintendentin Meike Friedrich (v.l.)

Gespraeche in der Pause

Angeregte Gespräche während der Pausen

Aufmerksame Zuhoererschaft

Aufmerksame Zuhörerschaft bei den Vorträgen im Plenum

Verleihung HSP EBHN WFL

Verleihung der Hochschulpreise von Hessen-Nassau und Westfalen-Lippe

Begruessung-Wahl-Schneider-Ludorff

Begrüßung von Susanne Wahl und der Präsidentin Schneider-Ludorff

Exkursionen-am-Samstag

Exkursionen am Samstag

Foto S. 16 GV 8

Vizepräsident des Evangelischen Bundes Dr. Sigurd Rink. Dr. Rink

Mit dem Evangelium regieren?! So lautete das Thema der 106. Generalversammmlung vom 9. bis 12.10. 2014 in Münster. Es ging um das Jahresthema zur Reformationsdekade „Reformation und Politik“. Aufgabe der Kirche sei es nicht „selbst Politik zu machen, wohl aber uns immer wieder für die Vision eines gerechten Friedens stark zu machen und zugleich ganz konkret die Menschen zu unterstützen, die in der Sache Entscheidungen fällen, verantworten und mit den Folgen leben und arbeiten müssen.“ Dies sagte der EKD-Militärbischof Dr. Sigurd Rink (53) anlässlich der 106. Generalversammlung des Evangelischen Bundes, die vom 9.-12.10.2014 in Münster/Westfalen stattfindet.

Rink sprach sich dafür aus, „unter dem Evangelium zusammen (zu) bleiben (…) und auf dieser Grundlage das gut protestantische Ringen um eine der Komplexität der Lage angemessene Position fortzusetzen. Dabei sollten wir bedenken, dass die größte Herausforderung oftmals nicht darin liegt, eine abschließende Antwort zu geben, sondern die richtigen Fragen zu stellen, die Themen neu ins Bewusstsein heben und Horizonte aufzeigen, vor denen Antworten gefunden werden können. Das ist für mich öffentliche Verantwortung der Kirche – in kritischer Solidarität.“

Prospektcover

Prospekt zur 106. Generalversammlung

Zuvor erläuterte Prof. Dr. Albrecht Beutel, Professor für Kirchengeschichte in Münster, die politische Dimension der reformatorischen Lehre. Er wies darauf hin, dass Martin Luther „den Gebrauch des Schwertes“ als Ausübung ordnungspolitischer Macht als „Gottesdienst“ ansah. Luther habe dazu aufgerufen, politische Verantwortung wahrzunehmen. Christen könnten und sollten politische Ämter ausüben, seien allerdings „der Not des Nächsten und nicht dem Eigennutz verpflichtet.“ Durch die Ausformulierung seiner „Zwei-Regimenter-Lehre“ habe Luther die ersten Bündnisverhandlungen der protestantischen Fürsten und Reichsstände ermöglicht. Diese mündeten 1531 in den „rein defensiv angelegten Schmalkaldischen Bund, der über zehn Jahre die Sache der Reformation schützte und stärkte.“

In der anschließenden Diskussion sprach Rink sich gegen deutsche Rüstungsexporte in unsichere Drittländer aus. Allerdings warb er gegen deutsche „Sonderwege“ und forderte, Deutschland müsse im Verbund und Diskurs der europäischen Staaten seine militärpolitische Verantwortung wahrnehmen.

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