16 Brüssel anschläge trauer

Grafik: Le Monde/Instagram

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, hat die Terroranschläge in Brüssel verurteilt. «Solche feigen Anschläge sind durch keine Religion zu rechtfertigen: Terror ist Gotteslästerung», sagte der oberste Repräsentant der deutschen Protestanten am Dienstag in Hannover. Er sei «bestürzt über die brutale Gewalt gegen unschuldige Menschen» und bete in diesen Stunden für die Opfer und ihre Angehörigen. «Unzählige Menschen sind heute im Gebet für die Opfer vereint», sagte Bedford-Strohm.

Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, hat sich traurig und bestürzt über die Terror-Anschläge in Brüssel geäußert. «Meine Gedanken und Empfindungen sind in diesen Stunden bei den Toten, den Verletzten und ihren Angehörigen. In dieser Karwoche werden wir besonders für die Opfer der Gewalt und ihre Angehörigen beten», teilte der Münchner Erzbischof am Dienstag in Bonn mit. Die Ereignisse bewegten ihn auch persönlich sehr, da er immer wieder in Brüssel sei. Marx ist Präsident der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft (ComECE).

Auch Papst Franziskus hat die blinde Gewalt der Terroranschläge in Brüssel verurteilt und seine Anteilnahme und Solidarität bekundet. Der Papst „vertraue die Menschen, die ihr Leben verloren haben, der Barmherzigkeit Gottes an“ und erflehe von Gott das Geschenk des Friedens, heißt es in einem Kondolenzschreiben an den Erzbischof von Mechelen-Brüssel, Erzbischof Jozef De Kesel, das der vatikanische Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin unterschrieben hat. Zudem bete Franziskus für die Familien der Opfer, die Verletzen und die Helfer und erbitte Trost für sie.

Die belgischen katholischen Bischöfe haben sich bestürzt über die Anschläge von Brüssel geäußert. Die Bischöfe «teilen den Kummer der Tausende Reisenden und ihrer Familien, der Mitarbeiter im Flugverkehr, der Bürger und der Rettungsdienste», erklärte die Bischofskonferenz des Landes am Dienstag in Brüssel. «Sie empfehlen die Opfer in dieser neuen dramatischen Situation allen zum Gebet.» Die Geistlichen auf dem Flughafen seien bereit, allen Betroffenen Beistand zu leisten.

In Brüssel wurden bei Anschlägen auf den Flughafen und möglicherweise auch auf die Metro am Dienstagvormittag zahlreiche Menschen getötet und verletzt. Die belgischen Behörden gehen davon aus, dass es sich bei den Explosionen am Flughafen um Selbstmordattentate handelt. Die Hintergründe sind noch unklar. In Belgien wurde die höchste Alarmstufe ausgerufen. Im Ausland wurden die Sicherheitsmaßnahmen an den Flughäfen verstärkt.

epd ran kfr/mih/ug/jup und KA