Foto/Montage Hans Genthe

Was sagt ein Imam eigentlich bei einer Beisetzung? Und sprechen Juden vom selben Himmel wie Christen? Der Evangelische Bund Hessen will es wissen und lädt junge Geistliche aus den drei Weltreligionen zur „Begegnung junger Geistlicher“ ein. Dieser Trialog findet vom 9. bis 11. April 2019 im Evangelischen Tagungshaus Arnoldshain statt in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Akademie. Mit dieser bisher einmaligen Veranstaltung will der Evangelische Bund Hessen das gegenseitige Verständnis und die Toleranz junger Geistlicher der drei monotheistischen Religionen fördern.

Der Trialog „Begegnung junger Geistlicher“ ist geplant als ein innovatives Format der interreligiösen Kommunikation mit bundesweitem Alleinstellungsmerkmal. Denn im Gegensatz zu interreligiösen Begegnungsformaten während der Studienzeit oder auch während der praktischen Ausbildungs- bzw. Vorbereitungsphase, für das einige Angebote existieren, wird die Begegnung in den ersten Jahren der Berufspraxis bisher noch nicht in professioneller, institutionalisierter Weise wahrgenommen.

Die avisierte dreitägige Veranstaltung richtet sich an junge Repräsentantinnen und Vermittler von Religion, bzw., etwas unscharf formuliert: „junge Geistliche“ aus den drei großen monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam. Die jungen Geistlichen werden zu den strukturellen Parallelen ihrer berufsbiografischen Situation angesprochen und zu einer gemeinsamen Reflexion ihrer konkreten beruflichen Praxis sowie ihrer damit verbundenen professionellen Rollen eingeladen. Aus intensiver dialogischer bzw. trialogischer Begegnung kann ein prägendes Erlebnis werden, das – so die mit dem Projekt verbundene Hoffnung – über die gesamte Berufsbiografie hinweg zu einer interreligiösen Gesprächsbereitschaft führt. Das Projekt bildet damit einen wesentlichen Baustein der Extremismusprävention und dient zugleich der Stärkung des demokratischen Gemeinwesens.

Ansprechpartnerin

Dr. Juliane Schüz
Vorstand EB Hessen