Am 8. März 2019 hatte der Evangelische Bund Hessen zum Symposium mansch@maschine nach Darmstadt eingeladen. Eindrucksvoll erlebten die insgesamt 80 Teilnehmenden zunächst neueste digitale Entwicklungen im Fraunhofer Institut für Graphische Datenverarbeitung (IGD). In der Darmstädter Stiftskirche berichteten dann verschiedene Referenten über den Einfluss der Digitalisierung auf Kirche, und Pädagogik, Städteplanung und Medizin. Der Hessen-Nassauische Kirchenpräsident Volker Jung und Digital-Experte Christian Sterzik von der Evangelischen Kirche in Deutschland nahmen die Chancen und Risiken der Digitalisierung in der Kirche in den Blick.

Roland Rosenstock, Professor für Praktische Theologie, Religionspädagogik und Medienpädagogik an der Uni Greifswald, zeigte anhand verschiedener Projekte für den Religionsunterricht, wie digitale Elemente in die Vermittlung einfließen und diese bereichern können. Simone Schlosser, Geschäftsführerin von „Digitalstadt Darmstadt“, stellte digitale Entwicklungen im städtischen Bereich vor.

Für Gesprächsstoff sorgte der für viele eindrücklichste Gast, der Segensroboter „Bless-U2“, von dem sich die Teilnehmenden segnen lassen konnten, und dies aus zahlreich nutzten. Diesen Roboter hat die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau anlässlich des Reformationsjubiläums bauen lassen und auf der Weltausstellung in Wittenberg über mehrere Monate im Einsatz gehabt. Als reines Kommunikationsprojekt gedacht, hat diese Maschine viele Diskussionen beflügelt, angefangen von der Angst, er könnte Pfarrer ersetzen bis zur Frage, was Segen eigentlich bedeutet.

Eine abschließende Diskussionsrunde mit allen Referenten des Symposiums offenbarte die Sorgen und Hoffnungen, die die Anwesenden mit Digitalisierung verbinden. Dazu zählen Überlegungen, ob und wie der christliche Glaube digital kommuniziert werden kann, aber auch die Befürchtung, die analoge Welt könnte durch die Digitalisierung verlorengehen. Für viele war aber klar, dass die analoge Welt bleibt und dass die digitale Welt ebenso real ist, wie alles, was den Menschen umgibt. Die Fragen und Antworten zeigten den Gesprächsbedarf, den es im Hinblick auf dieses Thema, vor allem im kirchlichen Bereich, noch gibt.

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