Der Evangelische Bund Rheinland bietet in regelmäßigen Abständen neben den Mitgliederversammlungen Studientage zu interessanten Themenstellungen an.

Vergangene Veranstaltungen


Studientag „Hier stehe ich – Glaube, Bekenntnis, Theologie“

Die Landesverbände Westfalen-Lippe und Rheinland veranstalteten gemeinsam mit dem Ökumenischen Institut der Ev.-theol. Fakultät der Universität Bonn am 02. und 03. Dezember 2016 einen Studientag zum Thema „Hier stehe ich – Glaube, Bekenntnis, Theologie“ (pdf) und nahm damit das Reformationsjubiläum auf.

Der Studientag wurde von jungen Mitgliedern der beiden Landesverbände konzipiert und mit organisiert. Zwei kundige Vorträge des Freitagnachmittags stammten von jungen Wissenschaftlern aus den Reihen des EB: Dr. Richard Janus, Universität Paderborn, stellvertretender Vorsitzender des EB Rheinland, präsentierte „Eine Kulturgeschichte des Bekennend von Augustinus bis Nina Hagen“. Gregor Bloch, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Marburg, sprach zum Thema „Konfession und Identität. Die Bedeutung des Bekenntnisses im lutherischen und reformierten Protestantismus“. Der zentrale Vortrag des Tages stammte von Prof. emeritus Dr. Dietrich Kirsch, Marburg, der ausgehend von Luthers Freiheitsschrift kreativ Gedanken zu einer anthropologischen Theologie entfaltete.

Am Samstag besuchten wir die Griechisch-orthodoxe Metropolie in Bonn-Beuel, die Zentrale der griechisch-orthodoxen Kirche in Deutschland. Der dortige Gemeindepfarrer, Vater Sokrates Ntallis, zeigte uns die Kathedrale mit ihrem kostbaren Bildprogramm und führte in die Schönheit der orthodoxen Liturgie und Theologie ein. Wertvoll waren seine Informationen zu aktuellen Herausforderungen der orthodoxen und altorientalischen Kirchen angesichts der Flüchtlinge aus dem Nahen Osten und der Immigration aus Griechenland, die ihr Land aufgrund der Wirtschaftskrise verlassen müssen und nun in Deutschland eine neue Heimat suchen.

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Vortrag Dr. Richard Janus, Paderborn

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Vortrag Gregor Bloch, Marburg

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Hauptvortrag Prof. emeritus Dr. Dietrich Korsch


Studientag „Christen aus dem Nahen Osten – Eine Bereicherung der Ökumene?!“

Am 19. November 2016 beteiligten wir uns an einem Studientag zum Thema „Christen aus dem Nahen Osten – Eine Bereicherung der Ökumene?!“, veranstaltet vom Evangelischen Bund Pfalz in Kooperation mit dem Protestantischen Predigerseminar der Pfalz in der Kaiserslauterer Apostelkirchengemeinde. Der Studientag beschäftigte sich im Kontext der aktuellen Flüchtlings- und Migrationsbewegung mit der Situation von Christen im Nahen Osten.

Welche Konfessionen dort leben und vor welchen Herausforderungen sie stehen, beschrieb Prof. Dr. Karl Pinggéra, Professor für Kirchengeschichte an der Philipps-Universität Marburg und Vorsitzender der Gesellschaft für das Studium des Christlichen Ostens (GSCO). Eindrucksvoll war sein Beitrag nicht zuletzt durch eben erst aufgenommene Fotos aus dem Norden des Iraks und aus Syrien, mit denen ihn christliche Freunde aus den (Bürger-)Kriegsregionen über das Ergehen ihrer Gemeinden und Klöster auf dem Laufenden halten. In einem zweiten Vortrag erläuterte Pfarrer Dr. Arne Dembeck (Kandel), Beauftragter für Christen anderer Sprache und Herkunft der Evangelischen Kirche der Pfalz, die Situation der Christen aus dem Nahen Osten in der Pfalz erläutern. Verschiedene Landeskirchen, darunter auch die Evangeklische Kirche der Pfalz, versuchen über die Anstellung von Pfarrern aus dem Nahen Osten, christliche Flüchtlinge durch Landsleute, die mit Sprache und Kultur im Herkunftsland vertraut sind, sachkundiger betreuen zu lassen als es durch deutsche Pfarrerinnen und Pfarrer möglich wäre. Eine Modellgemeinde gibt es in Ludwigshafen.

Ansprechpartnerin

PD Dr. Margarethe Hopf
Vorsitzende des Evangelischen Bundes Rheinland

Telefon

0631.3609345