Eröffnung der Generalversammlung in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche am 27.10.2016 (Foto Genthe)

Eröffnung der Generalversammlung in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche am 27.10.2016 (Foto Genthe)

Der evangelische Militärbischof Sigurd Rink hat die Verantwortung des Staates für die Sicherheit seiner Bürger betont. „Eine der vornehmsten Aufgaben eines Staates ist, für Recht und Frieden zu sorgen“, sagte Rink zur Eröffnung der Generalversammlung des Evangelischen Bundes am 27. Oktober 2016 in der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche.

Die 108. Generalversammlung stand unter dem Motto „Friede in einer gefährdeten Welt“ und wurde in diesem Jahr zusammen mit der evangelischen Seelsorge in der Bundeswehr veranstaltet. Die Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche sei in den vergangenen 55 Jahren zu einem Mahnmal gegen den Krieg und zu einem nationalen Symbol für den Frieden geworden, sagte Rink. „Hier manifestiert sich unser aller friedensethische Verantwortung: von der Friedensbotschaft der Bibel her in dieser Welt alles zu tun, um den Frieden zu wahren, wo er gefährdet ist.“

Mit Blick auf das 500. Reformationsjubiläum sagte Rink, für Martin Luther sei die Freiheit eine Quelle der Orientierung für Staat und Politik gewesen. Freiheit sei dabei nicht zu verstehen als „Freiheit von etwas“, sondern vor allem als „Freiheit für etwas“. Der Wittenberger Reformator habe mit diesem Gedanken das alte jüdisch-christliche Erbe wieder neu entdeckt. Dies sei eine welthistorische Leistung gewesen. „Denn unsere heutige Idee der Würde und der Freiheit eines jeden Menschen fußt in diesen Gedanken“. (Quelle: epd)