Logo der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland

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Die Orthodoxe Bischofskonferenz in Deutschland ruft dazu auf, der „Willkommenskultur“ eine „Integrationskultur“ für Flüchtlinge folgen zu lassen. Als Vertreter der orthodoxen Gläubigen in Deutschland, die mehrheitlich einen Migrationshintergrund hätten, wüssten sie um die Bedeutung der Begrüßung, aber auch der Integration, schreiben die Bischöfe in einem am Mittwoch verbreiteten Text. Die gesellschaftliche Einbindung müsse „der nächste Schritt und das Ziel jeder Aufnahme neu hinzukommender Menschen hierzulande sein“, erklären die Bischöfe und verweisen auf Sprachkenntnisse, Bildung, Integration in den Arbeitsmarkt und in die Wertegesellschaft Deutschlands.
Die orthodoxen Bischöfe danken allen Menschen, die in den vergangenen Monaten bei der Aufnahme von Flüchtlingen geholfen haben. Sie verurteilen „in aller Schärfe jede Form von Rassenhass und Ausländerfeindlichkeit“. Zugleich weisen sie auch auf ihnen vorliegende Berichte hin, wonach es Übergriffe auf christliche Flüchtlinge durch „andere radikalisierte Flüchtlinge“ gegeben haben soll.
In der Orthodoxen Bischofskonferenz haben sich im Jahr 2010 mehrere orthodoxe Diözesen zusammengeschlossen. Nach eigenen Angaben repräsentiert die Bischofskonferenz rund 1,5 Millionen orthodoxe Christen unterschiedlicher Herkunft und Nationalität, vor allem griechische, antiochenische, russische, serbische, rumänische, bulgarische, georgische und ukrainische Gläubige. Vorsitzender ist der griechisch-orthodoxe Metropolit Augoustinos.

epd ran fu