Ausgießung des heiligen Geistes im Rabbula-Evangeliar (586)

Ausgießung des heiligen Geistes im Rabbula-Evangeliar (586)

Angesichts von kriegerischen Konflikten und globalen Krisen wie dem Klimawandel hat der Weltkirchenrat die Menschen aufgerufen, sich gemeinsam für den Erhalt des Lebens und der Schöpfung einzusetzen. Die Menschheit könne nur überleben, wenn sie mehr auf das Einende schaue als auf das Trennende, heißt es in einer in Genf veröffentlichten Botschaft des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) zu Pfingsten 2016.
„Mögen auch Misstrauen und Angst die Welt regieren, seien wir verankert in der Erkenntnis Gottes und offen für den Geist, damit wir wahrhaft den Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens beschreiten im persönlichen Leben sowie im eigenen Land und zwischen unseren Ländern“, schreiben die acht Präsidenten des knapp 350 Kirchen umfassenden Weltkirchenrates mit 500 Millionen Gläubigen.
Wenn die Christen am Wochenende Pfingsten feiern, sollten sie darum bitten, dass sie der Heilige Geist erfülle. Mit seiner Hilfe könnten die Christen andere hinführen zu dem, „was größer ist als wir selbst, zu allem Guten – und letztlich zu dem dreieinigen Gott, dessen Geist eine gebrochene Welt einen und jede Kultur erneuern kann“, betont das ÖRK-Präsidium.
Die acht Präsidenten repräsentieren im ÖRK die Regionen der Welt. Für Europa bekleidet Erzbischof Anders Wejryd von der Kirche von Schweden das Amt. Die katholische Kirche ist kein Mitglied, arbeitet jedoch in wichtigen Gremien mit.
An Pfingsten feiern Christen das Kommen des Heiligen Geistes. Es ist das dritte Hauptfest im Kirchenjahr nach Weihnachten und Ostern. Pfingsten gilt als „Geburtstag der Kirche“ und Beginn der weltweiten Mission. Der Name geht auf das griechische Wort „pentekoste“ (der fünfzigste Tag) zurück. Hintergrund ist das jüdische Erntedankfest Schawuot, das 50 Tage nach Pessach gefeiert wird.

(epd her rks)