Der evangelische Militärbischof Sigurd Rink hat beim 65. internationalen protestantischen Soldatentreffen zum größtmöglichen Einsatz für Flüchtlinge aufgerufen. Bei einem Gottesdienst in der südfranzösischen Gemeinde Méjannes-Le-Clap am Freitag forderte Rink, für die Flüchtlinge müsse alles getan werden, „was möglich ist, und was nötig ist, um Integration zu ermöglichen“. Zu dem Treffen (16. bis 19. Juni) haben sich etwa 500 evangelische Soldatinnen und Soldaten aus rund 20 Nationen versammelt, um über das Thema „Fremdling und Reisender auf dieser Welt!“ zu diskutieren.

Laut Rink stellt die Integration der Flüchtlinge die Menschen zwar vor eine große Herausforderung. Diese sei aber dank der Hilfe Gottes zu bewältigen. Denn: „Wir sind geborgen bei ihm, und wir finden in dieser Geborgenheit die Kraft, auch große Aufgaben zu bewältigen“, erklärte Rink, der erster hauptamtlicher Militärbischof der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist. Die Menschen könnten im Glauben die Kraft finden, ihren Teil daran zu leisten, dass die Integration gelingen könne.

Seit 1951 kommen alljährlich evangelische Soldaten beim internationalen protestantischen Soldatentreffen (auf Französisch: Rassemblement International Militaire Protestant) in Südfrankreich zusammen, um sich über ihren christlichen Glauben auszutauschen. Die Teilnehmer feiern unter anderem Gottesdienste, diskutieren über ihren Dienst und besuchen Orte und Städte, die eng mit der Geschichte der evangelischen Christen in Frankreich verbunden sind.

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