Der Evangelische Bund e.V. in Bensheim ist Träger des Konfessionskundlichen Instituts, das ebenfalls in Bensheim seinen Sitz hat. Das Konfessionskundliche Institut berät kirchliche Partner, Werke und Einzelpersonen, aber auch staatliche Behörden oder Journalisten. Die Arbeit des Konfessionskundlichen Instituts wird  von der Evangelischen Kirche in Deutschland sowie der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, der Evangelischen Landeskirche Baden und der Evangelischen Kirche der Pfalz unterstützt und im Kuratorium mitgetragen.

Das Konfessionskundliche Institut wurde 1947 in Bensheim gegründet. Nach seinem Gründer, dem zweiten hessen-nassauischen Kirchenpräsidenten, heißt die 1905 erbaute Villa seit 2005 „Wolfgang-Sucker-Haus“.

Das Konfessionskundliche Institut ist ein Arbeitswerk der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und betreibt konfessionskundliche, ökumenische und kontroverstheologische Forschung. Das Institut arbeitet unter dem Leitwort: Den Nächsten kennen wie sich selbst. Dazu gehört die Beobachtung wissenschaftlicher Fachpublikationen ebenso wie das Publizieren fachwissenschaftlicher Artikel, Zeitschriften und Bücher.  Der Materialdienst des Konfessionskundlichen Instituts (MdKI) erscheint im 66. Jahrgang als auflagenstärkste deutschsprachige konfessionskundliche Fachpublikation. Zum ersten Ökumenischen Kirchentags (ÖKT) in Berlin 2003 erschien in die Arbeitshilfe „Was eint? Was trennt?“, die – noch einmal überarbeitet für den Ökumenischen Kirchentag 2 in München 2010 – in insgesamt 37.000 Exemplaren verkauft wurde. Die konfessionskundlichen Intensivseminare werden von Teilnehmenden fast aller Landeskirchen genutzt. Es besteht für die Teilnehmenden die Möglichkeit, ein Zertifikat als „Berater/in für Konfessionskunde“ zu erwerben. Das Junge Forum Orthodoxie der EKD ist jährlicher Gast in Bensheim.

Das Institut unterhält fünf wissenschaftliche Fachreferate für die Bereiche Anglikanismus, Catholica, Freikirchen und Orthodoxie und Weltökumene. Ein externer beratender Mitarbeiter unterstützt das Institut hinsichtlich der deutschen Pfingstbewegung. Mit Aufsätzen und Vorträgen, durch die Mitarbeit in wissenschaftlichen und kirchlichen Gremien und durch die Beteiligung an ökumenisch bedeutende Veranstaltungen tragen die Fachreferent*innen zur Pflege und Förderung der Ökumene bei.

Die Bibliothek mit über 50.000 Bänden und mehr als 200 regelmäßig geführten Zeitschriften bildet den Hintergrund für die Arbeit an den konfessionskundlichen Fragen der Gegenwart.

Das Konfessionskundliche Institut Bensheim ist das konfessionskundliche und ökumenische Arbeitswerk der Evangelischen Kirche in Deutschland.
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