Gelungene 111. Generalversammlung in Paderborn

Dom in Paderborn

Dom in Paderborn

Paderborn begrüßte vom 25. bis 27. Oktober 2019 die Mitglieder des Evangelischen Bundes und alle Interessierten zum Thema „Zwischen Orient und Okzident – Orientalisch­ orthodoxe Kirche in der Ökumene“. Drei spannende und informative Tage boten viele Möglichkeiten zum Austausch an der Quelle des kürzesten Flusses Deutschlands, der Pader.

Stadtführung

Stadtführung

Die Tagungsgäste starteten am Freitagvormittag bei fabelhaftem Herbstwetter zu einer Stadtführung auf den Spuren von „Bischof Meinwerk und der Gegenreformation“ unter der fachkundigen Leitung des neuen stellvertretenden Generalsekretärs des Evangelischen Bundes, Dr. Richard Janus. Die Gäste wurden in manche Geheimnisse der Domstadt eingeweiht, unter anderem das Drei-Hasen-Fenster im Kreuzgang des Domes („Der Hasen und der Löffel drei und doch hat jeder Hase zwei.“) Der traditionelle Eröffnungsgottesdienst in der Abdinghofkirche schloss sich nahtlos unter der Mitwirkung der Präsidentin des Evangelischen Bundes Prof. Dr. Gury Schneider-Ludorff und Landeskirchenrat Dr. Jan-Dirk Döhling an.

Perfekter Rahmen

Tagungsteilnehmer*innen in Paderborn vor der Abdinghofkirche

Tagungsteilnehmer*innen in Paderborn vor der Abdinghofkirche

Das Paul-Gerhardt-Haus gab der diesjährigen Jahrestagung einen perfekten Raum für das umfangreiche Programm. Bevor die Gäste in das Thema der Tagung einstiegen, informierte die Mitgliederversammlung umfassend zu den Tätigkeiten und Finanzen des Evangelischen Bundes e.V. im Geschäftsjahr 2018. Der „Ökumenische Lagebericht“ des Bensheimer Referententeam brachte die Mitglieder auf den aktuellen Stand der kirchlichen und zwisc

henkirchlichen Entwicklungen und gab Einblick in die wissenschaftliche Arbeit in Bensheim.

Gelungener Auftakt

Zum inhaltlichen Auftakt der diesjährigen Generalversammlung führte Prof. Dr. Karl Pinggéra von der Universität Marburg mit seinem Hauptvortrag „Die Kirchen des Orients: Bewahrung eines reichen Erbes in schwerer Zeit“ in das Thema der diesjährigen Tagung ein.

Westfälisch-lippischer Abend. V.l.n.r. Prof. Dr. Harald Schroeter-Wittke, Pfarrerin Katrin Berger, Pfarrerin Annette Muhr-Nelson, Pfarrer Dr. Dirk Spornhauer (Vorsitzender Evangelischer Bund Westfalen & Lippe)

Westfälisch-lippischer Abend. V.l.n.r. Prof. Dr. Harald Schroeter-Wittke, Pfarrerin Katrin Berger, Pfarrerin Annette Muhr-Nelson, Pfarrer Dr. Dirk Spornhauer (Vorsitzender Evangelischer Bund Westfalen und Lippe)

Leichtere Kost genossen die Teilnehmer auf Einladung des Landesverbandes Westfalen & Lippe auf dem Westfälisch-Lippischen Begrüßungsabend. Bei lokalen kulinarischen Leckerbissen stellte Pfarrer Dr. Dirk Spornhauer, der EB-Landesvorsitzende, die westfälische Landeskirche mit ihren vielfältigen Möglichkeiten vor. Prof. Dr. Harald Schroeter-Wittke am Flügel begeisterte die Gäste zum Singen, Pfarrerin Annette Muhr-Nelson stellte kurze Filmsequenzen aus der Region vor und Pfarrerin Katrin Berger unterhielt mit einem Poetry Slam-Beitrag „Psalm 23 B“.

Vertiefende Vorträge

Referenten v.l.n.r. Direktor Dr. Johannes Oeldemann (Johann-Adam-Möhler-Institut, Paderborn), Dr. Dagmar Heller (Konfessionskundliches Institut Bensheim), Kirchenrat Hans-Martin Gloel (München)

Referenten v.l.n.r. Direktor Dr. Johannes Oeldemann (Johann-Adam-Möhler-Institut, Paderborn), Dr. Dagmar Heller (Konfessionskundliches Institut Bensheim), Kirchenrat Hans-Martin Gloël (München)

Den zweiten Tag leitete Prof. Dr. Martin Leutzsch von der Universität Paderborn ein mit einer Bibelarbeit zu Apostelgeschichte 8,26-40, dem Kämmerer bzw. dem Eunuchen der Kandake aus Äthiopien.

Die weiteren Vorträge vertieften das Thema der orientalisch-orthodoxen Kirchen. Direktor Dr. Johannes Oeldemann vom Johann-Adam-Möhler-Institut in Paderborn berichtete von den katholischen Bemühungen um die orientalischen Kirchen in seinem Vortrag „Von der Christologie zur Ekklesiologie. Der ökumenische Dialog zwischen den orientalisch-orthodoxen und der römisch-katholischen Kirche.“ Dr. Dagmar Heller, Referentin und kommissarischen Leiterin des Konfessionskundlichen Instituts in Bensheim, stellte exemplarisch „Die äthiopisch-orthodoxe Tewahedo-Kirche“ vor. Zum Abschluss berichtete Kirchenrat Hans-Martin Gloël aus München von den praktischen Bemühungen der Ev.-luth. Landeskirche in Bayern um den „Wiederaufbau christlichen Lebens im Nordirak“. Er schilderte anschaulich die damit verbundenen Schwierigkeiten und Herausforderungen, aber auch die kleinen Erfolge.

Besuch im koptisch-orthodoxen Kloster der Heiligen Jungfrau Maria und des Heiligen Maurituius in Höxter-Brenkhausen bei Bischof Anba Damian

Besuch im koptisch-orthodoxen Kloster der Heiligen Jungfrau Maria und des Heiligen Maurituius in Höxter-Brenkhausen bei Bischof Anba Damian

Exkursionen

Am Nachmittag standen zwei Exkursionen zur Auswahl: Beim Besuch im Johann-Adam-Möhler-Institut für Ökumenik informierte Direktor Dr. Johannes Oeldemann über die vielfältige Arbeit des katholischen Pendants zum Konfessionskundlichen Institut. Im koptisch-orthodoxen Kloster der Hl. Jungfrau Maria und des Hl. Mauritius in Höxter-Brenkhausen begrüßte S.E. Bischof Anba Damian bei strahlendem Sonnenschein die angereisten Gäste. Das ehemalige Zisterzienserinnen- bzw. Benediktinerinnen-Kloster in Brenkhausen wurde 1993 von der koptisch-orthodoxen Kirche erworben und mit viel Liebe und Einsatz renoviert und ausgebaut. Nach einer Kaffeerunde in der ehemaligen Nonnenküche übernahm Bischof Damian selbst die Führung durch sein Kloster und führte sehr praktisch in die Grundzüge der koptischen Geschichte und Liturgie ein.

Bei einem offenen Abend mit Speise und Trank konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über ihre Erfahrungen in geselliger Runde im Gemeindehaus der Abdinghof-Gemeinde austauschen.

Abschlussgottesdienst in der Abdinghofkirche. V.l.n.r. Bischof Dr. Sigurd Rink, Landessuperintendent Dietmar Arends (Lippische Landeskirche), Dr. Eckhard Düker (Abdinghofkirche)

Abschlussgottesdienst in der Abdinghofkirche. V.l.n.r. Bischof Dr. Sigurd Rink, Landessuperintendent Dietmar Arends (Lippische Landeskirche), Dr. Eckhard Düker (Abdinghofkirche)

Traditioneller Abschlussgottesdienst

Der Abschlussgottesdienst am Sonntag wurde zusammen mit der Gemeinde der Abdinghofkirche gefeiert. Landessuperintendent Dietmar Arends von der Lippischen Landeskirche griff in seiner Predigt die Thematik der Tagung auf und setzte gemeinsam mit Militärbischof Dr. Sigurd Rink und Dr. Eckhard Düker, Pfarrer der Abdinghofkirche, einen wunderbaren Schlusspunkt hinter die 111. Jahrestagung „Zwischen Orient und Okzident“.

Ein großes Dankeschön

Ein herzliches Dankeschön geht an die Referenten und die Referentin, das Organisationsteam, den Landesverband Westfalen & Lippe und die vielen Helferinnen und Helfer im Hintergrund – ohne sie wäre die Generalversammlung nicht möglich gewesen. Ein ganz besonderes Dankeschön geht an Küster Frank Schubert von der Abdinghofkirche. Er hat für das Gelingen der Tagung das Unmögliche möglich gemacht.

Ausblick auf 2020

Auch für die Generalversammlung im kommenden Jahr ist wieder abwechslungsreiches Programm geplant mit viel Raum für Gespräche. Freuen Sie sich auf die nächste Jahrestagung in Dresden vom 8. bis  11. Oktober 2020  zum Thema „Glaube und Gesundheit“.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Tagungsgäste starteten am Freitagvormittag bei fabelhaftem Herbstwetter zu einer Stadtführung auf den Spuren von „Bischof Meinwerk und der Gegenreformation“ unter der fachkundigen Leitung des neuen stellvertretenden Generalsekretärs des Evangelischen Bundes, Dr. Richard Janus. Die Gäste wurden in manche Geheimnisse der Domstadt eingeweiht, unter anderem das Drei-Hasen-Fenster im Kreuzgang des Domes („Der Hasen und der Löffel drei und doch hat jeder Hase zwei.“) Der traditionelle Eröffnungsgottesdienst in der Abdinghofkirche schloss sich nahtlos unter der Mitwirkung der Präsidentin des Evangelischen Bundes Prof. Dr. Gury Schneider-Ludorff und Landeskirchenrat Dr. Jan-Dirk Döhling an.

 

Perfekter Rahmen

 

Das Paul-Gerhardt-Haus gab der diesjährigen Jahrestagung einen perfekten Raum für das umfangreiche Programm. Bevor die Gäste in das Thema der Tagung einstiegen, informierte die Mitgliederversammlung umfassend zu den Tätigkeiten und Finanzen des Evangelischen Bundes e.V. im Geschäftsjahr 2018. Der „Ökumenische Lagebericht“ des Bensheimer Referententeam brachte die Mitglieder auf den aktuellen Stand der kirchlichen und zwischenkirchlichen Entwicklungen und gab Einblick in die wissenschaftliche Arbeit in Bensheim.

 

 

 

 

Bewahrung eines reichen Erbes in schwerer Zeit“ in das Thema der diesjährigen Tagung ein.

 

Leichtere Kost genossen die Teilnehmer auf Einladung des Lan- desverbandes Westfalen & Lippe auf dem Westfälisch-Lippischen Begrüßungsabend. Bei lokalen kulinarischen Leckerbissen stellte Pfarrer Dr. Dirk Spornhauer, der EB-Landesvorsitzende, die westfälische Landeskirche mit ihren vielfältigen Möglichkeiten vor. Prof. Dr. Harald Schroeter-Wittke am Flügel begeisterte die Gäste zum Singen, Pfarrerin Annette Muhr-Nelson stellte kurze Filmsequenzen aus der Region vor und Pfarrerin Katrin Berger unterhielt mit einem Poetry Slam-Beitrag „Psalm 23 B“.

 

Vertiefende Vorträge

 

Den zweiten Tag leitete Prof. Dr. Martin Leutzsch von der Universität Paderborn ein mit einer Bibelarbeit zu Apostelgeschichte 8,26-40, dem Kämmerer bzw. dem Eunuchen der Kandake aus Äthiopien.

 

 

 

Gelungener Auftakt

 

Zum inhaltlichen Auftakt der diesjährigen Generalversammlung führte Prof. Dr. Karl Pinggéra von der Universität Marburg mit seinem Hauptvortrag „Die Kirchen des Orients: