Foto: Winfried Rothermel

Dr. h.c. Christian Schad

Seit 1. März 2021

Herr Dr. h.c. Christian Schad wurde am 26. Januar 2021 vom Zentralvorstand des Evangelischen Bundes zum Präsidenten gewählt.

Er begleitete von 2008 bis 2021 das Amt des Kirchenpräsidenten der Evangelischen Kirche der Pfalz (Protestantische Landeskirche) mit Sitz in Speyer.
Sein Theologiestudium führte ihn nach Bethel, Tübingen und Bonn. Nach kirchlichem Vorbereitungsdienst und Ordination übernahm er mit seiner Ehefrau 1986 die Pfarrstelle in Weingarten/Pfalz, verbunden mit der Studierendenseelsorge am Fachbereich für Angewandte Sprach- und Kulturwissenschaften in Germersheim.

1991 wurde er Theologischer Referent im Landeskirchenrat in Speyer mit den Schwerpunkten Ökumene, Judaica, Gottesdienst, liturgische Arbeit, Agende, Gesangbuch, Kirchenmusik, Aus- und Fortbildung von Prädikantinnen und Prädikanten.

Im Jahr 1996 wurde Schad Dozent am Protestantischen Predigerseminar in Landau in der Pfalz. Seine Schwerpunkte in der Ausbildung von Vikarinnen und Vikaren lagen dort auf den Gebieten Homiletik, Liturgik, Hymnologie und Seelsorge.

1999 wurde er zum Oberkirchenrat ernannt und war im Landeskirchenrat seitdem als Dezernent für die Bereiche Gottesdienst, Kirchenmusik, Diakonie, Ökumene, Missionarische Dienste und Seelsorge zuständig.

Im Mai 2008 folgte seine Wahl zum Kirchenpräsidenten der Evangelischen Kirche der Pfalz. Schad trat am 1. März 2021 in den Ruhestand. Aus diesem Anlass wurde er geehrt mit der von Paul Metzger, Andreas Rummel und Wolfgang Schumacher herausgegebenen Festschrift „Neige Dein Ohr … Beiträge zur ökumenischen Theologie“, Leipzig 2021, ISBN 978-3-374-06839-5.

Nachdem Christian Schad 2012 bereits den stellvertretenden Vorsitz übernommen hatte, wählte ihn die Vollkonferenz der Union Evangelischer Kirchen in der Evangelischen Kirche in Deutschland (UEK) Anfang November 2013 zum Vorsitzenden.

Von 2015 bis 2018 war er der evangelische Leiter der Konsultationsreihe zum Thema „Kirche und Kirchengemeinschaft“ zwischen der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) und dem Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen (Vgl. Christian Schad/Karl-Heinz Wiesemann [Hrsg.], Bericht über Kirche und Kirchengemeinschaft. Ergebnis einer Konsultationsreihe im Auftrag der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa und des Päpstlichen Rats zur Förderung der Einheit der Christen, Paderborn/Leipzig 2019, ISBN 978-3-89710-819-6 oder ISBN 978-3-374-06019-1).

Im Januar 2019 erhielt Schad die Ehrendoktorwürde der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, im März 2019 wurde er für sein vielfältiges und soziales Engagement in Kirche und Kommune mit der Ehrenplakette der Stadt Landau in der Pfalz ausgezeichnet.

Weitere ökumenische Aktivitäten

  • Seit 2011 ist Christian Schad Mitglied, seit 2020 evangelischer Vorsitzender des Ökumenischen Arbeitskreises evangelischer und katholischer Theologen (ÖAK).
  • Seit 2016 ist er der evangelische Vorsitzende des Kontaktgesprächskreises zwischen Vertretern der Deutschen Bischofskonferenz und des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland.