Karte der Absturzstelle

Karte der Absturzstelle

Mit Aufrufen zum Gebet haben die beiden großen Kirchen auf den Flugzeugabsturz einer Maschine der deutschen Lufthansa-Tochter Germanwings am 24. März in Südfrankreich reagiert. Laut der Fluggesellschaft waren 144 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder an Bord. „Es gibt vermutlich keine Überlebenden“, sagte der französische Staatspräsident Francois Hollande. Unter den Opfern sollen mindestens 67 Deutsche und 45 Spanier sein. Die Absturzstelle befindet sich rund 100 Kilometer nordwestlich von Nizza im Gebiet Alpes-de-Haute-Provence. Die Maschine war auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf. Die Absturzursache ist bislang unklar. Auf der Passagierliste soll eine Schülergruppe aus Nordrhein-Westfalen gestanden haben.
Der EKD-Ratsvorsitzende, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm (München), zeigte sich entsetzt: „Die Nachricht von dem Unglück und der Tod von so vielen Menschen machen uns fassungslos. In Gebeten und Gedanken sind wir bei den Opfern und ihren Angehörigen.“ Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski (Düsseldorf), drückte ebenfalls sein tiefes Mitgefühl aus: „Wir hoffen und beten für die Angehörigen, dass sie in ihrem Leid von Gott gehalten werden und dass sie auf diesem dunklen Weg von einfühlsamen Menschen begleitet werden.“ Nach Angaben der rheinischen Kirche ist ein Team von 15 Flughafen- und Notfallseelsorgern am Flughafen Düsseldorf im Einsatz, um Hinterbliebene der Opfer zu begleiten und mit verfügbaren Informationen zu versorgen.
Von einer „unfassbaren Tragödie“ sprach der Vorsitzende der (katholischen) Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx (München). Er rief zum Gebet für Opfer und Angehörige auf: „Erbitten wir für sie Gottes Beistand und Trost. Den Einsatzkräften und Notfallseelsorgern bin ich dankbar für ihren aufopferungsvollen Dienst.“
Auch die Adventisten kondolieren den Angehörigen des Flugzeugabsturzes. „Wir teilen den Schmerz der Angehörigen und beten, dass Gott ihnen Trost schenkt“, teilte deren Kommunikationsabteilung mit. An die Angehörigen gerichtet sagte Pastor Bruno Vertallier, Präsident der Adventisten in West- und Südeuropa: „Ich vertraue darauf, dass sie die nötige Unterstützung finden werden, um mit dieser furchtbaren Wirklichkeit zu leben, die sie von ihren Lieben getrennt hat. – Ich trauere mit ihnen.“

(KA/idea/24.03.2015)