Ein Diasporawerk der Hannoverschen Landeskirche

Der Evangelische Bund Hannover ist eines der Diasporawerke der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers zusammen mit dem Martin-Luther-Bund und dem Gustav-Adolf-Werk.

Als Diasporawerk fördern wir sowohl evangelische Gemeinden in Diasporagebieten unserer eigenen Landeskirche als auch evangelische Gemeinden und kirchliche Sozialprojekte in anderen Ländern.

Die landeskirchliche Kollekte am Sonntag “Invokavit” (1. Sonntag der Passionszeit) ist jeweils für diese Arbeit bestimmt und wird unter den drei Diasporawerken aufgeteilt. Im Wechsel bereiten die Diasporawerke für diesen Sonntag eine Predigthilfe vor (siehe unten).

Im Ausland haben wir in den letzten Jahren unter anderem gefördert:

– die Suppenküche / Sozialstation in Klaipeda (Litauen),

– die unabhängigen evangelisch-lutherischen Gemeinden in Aizpute/Hasenpoth in Lettland,

– ein Projekt der Deutschen Evangelischen Gemeinde in Kairo zum Reformationsjubiläum (siehe Bild rechts und weitere Informationen unter “Veranstaltungen”) und

– das Evangelische Diakoniezentrum in Mediasch/Rumänien.

 

In der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers unterstützen wir zum Beispiel Konfirmandenfreizeiten von Gemeinden in Diasporasituationen.

 


Predigthilfe zum Sonntag “Invokavit” 2020 und andere Sonntage

Der EB Hannover hat auch in diesem Jahr wieder in Zusammenarbeit mit dem Haus Kirchlicher Dienste in Hannover eine Gottesdiensthilfe für den Diasporasonntag erstellt. Sie trägt den Titel „Und die Schlange war listiger…“ und enthält verschiedene Materialien und viele kreative Anregungen zu 1. Mose 3,1-19.

Die alte Erzählung von Adam, Eva und der Schlange versucht zu erklären, warum in der Welt nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen ist. Praktisch erfährt das jede*r: Wir leben nicht in paradiesischen Zuständen. Tagtäglich gibt es Herausforderungen. Irgendwo steckt immer eine Schlange.

Predigthilfe EB HannoverStändige Herausforderungen kennen besonders unsere Schwestern und Brüder in evangelischen Diasporagemeinden im Ausland. Als Minderheit seinen Glauben zu leben, ist nicht immer leicht. Oft fehlt es an Netzwerken, Strukturen und Geld für notwendige Arbeiten. Diasporaarbeit bedeutet: Verantwortung übernehmen für die weltweite Gemeinschaft der Christen. Wenn wir Verantwortung übernehmen, ist das Böse, sind die „Schlangen des Lebens“, nicht weg, doch wir stehen als Glaubensgeschwister solidarisch zueinander mit Wort und Tat und antworten: Ja, hier sind wir! Was in unserer Kraft steht, wollen wir tun, um Euch zu helfen. (Tina Meyn im Vorwort)

Aus dem Inhalt:

  • „Und die Schlange war listiger …“ – Gedanken zur Diasporaarbeit (Tina Meyn)
  • Ein paar persönliche Fragen und Aufgaben zu 1. Mose 3,1-19 (Dr. Johannes Goldenstein)
  • „Ich bin die Schlange…“ – Schlange sein als bibliologischer Akteur (Ulrich Noetzel)
  • Gute Schlange, böse Schlange? Ein Blick in Gesangbuch und Bibel (Amélie zu Dohna)
  • Exegetische Überlegungen zum Predigttext und Predigtgedanken zu 1. Mose 3 (Anna Henken).

Die Arbeitshilfe ist online auf der Webseite des HKD abrufbar und kann dort auch kostenlos bestellt werden.


Predigthilfe zum Sonntag “Invokavit” 2017

Der EB Hannover hat in Zusammenarbeit mit dem Haus Kirchlicher Dienste in Hannover eine Gottesdiensthilfe für den diesjährigen Diasporasonntag erstellt. Sie trägt den Titel „Wüste und Garten“ und enthält Materialien zum diesjährigen Predigttext, eine Bildmeditation sowie Gottesdienstelemente, die aus der deutschen evangelischen Gemeinde in Kairo stammen. Die Arbeitshilfe ist online auf der Webseite des HKD abrufbar.

 

Wüste und Garten

Im Leben ist es nicht immer eindeutig, an welchem Ort ich mich gerade befinde. Bin ich im Garten, umgeben von sprudelnden Wasserquellen? Oder stehe ich in einem trockenen, lebensfeindlichen Gebiet? Liegt die Diaspora in der Wüste? Leben Christen und Christinnen in Mehrheitssituationen in einem grünenden Garten? Unsere Diasporaarbeit kann dort helfen, wo erschwerte Bedingungen herrschen. Sie kann helfen, Neues wachsen zu lassen. Dabei ist der Kontakt in die Partnergemeinden in keinem Fall ein einseitiges „Bewässern“ der Wüste. Denn dort, wo etwas aufblüht, duften die Blumen für alle! Oftmals entwickeln gerade Gemeinden in Diasporagebieten neue Ansätze für ihre Gemeindearbeit, die auch uns in unserer kirchlichen Situation bereichern können. Es lohnt sich also, in und mit der eigenen Gemeinde über den Tellerrand zu schauen. (Aus dem Vorwort)

Ansprechpartnerin

Portrait Tina Meyn

Tina Meyn
1. Vorsitzende des Evangelischen Bundes Hannover

Telefon

05182.6243