Der Evangelische Bund Rheinland bietet in regelmäßigen Abständen Studientage zu interessanten Themenstellungen an.

Vergangene Veranstaltungen

Studientag 2019 “Christ Sein als Bekenntnis. Karl Barth und Barmen”

Gemeinsam mit der Kirchlichen Hochschule Wuppertal-Bethel und dem Landesverband Westfalen-Lippe veranstaltete am 15. November 2019 der rheinische Landesverband einen Studientag in der CityKirche Wuppertal-Elberfeld. Das Thema war an das Barth-Jubiläum angepasst und fragte nach dem Wahrheitsbekenntnis als Teil des christlichen Lebens. Der Tag begann mit einem Grußwort der Prorektorin der KiHo Prof Dr. Konstanze Kemmitzer. Den Hauptvortrag “Wahrheitsbekenntnis als Aufgabe eines Christenmenschen. Ihre Realisation am Beispiel der Barmer Theologischen Erklärung” hielt Prof. Dr. Anne Käfer von der Westfälischen Wilhelms Universität Münster, indem sie von Luther ausgehend, Bekenntnissituationen beschrieb und den Bogen zu Karl Barth und der Barmer Bekenntnissynode 1934 spannte. In Hinblick auf die Prüfung der Ernsthaftigkeit von Taufen Geflüchteter durch deutsche Gericht stellte sie die Frage, ob hier nicht auch ein unzulässiger Eingriff des Staats vorliege. In einem Workshop waren die 60 Teilnehmenden des Studientags aufgerufen in Kleingruppe eine siebte These für die heutige Zeit zu formulieren. Diese wurden dann in der Gemarker Kirche vorgetragen und eine Führung durch die dortige Ausstellung zur Barmer Theologischen Erklärung schloss den Tag ab.

2019Studientag

Plakat des Studientags 2019

Studientag 2019

Prof. Dr. A. Käfer, Dr. D. Spornhauer, Prof. Dr. K. Kemmitzer, Dr. R. Janus (v.l.n.r.)

Studientag

Vortrag von Prof. Dr. Anne Käfer


Studientag 2016 „Hier stehe ich – Glaube, Bekenntnis, Theologie“

Die Landesverbände Westfalen-Lippe und Rheinland veranstalteten gemeinsam mit dem Ökumenischen Institut der Ev.-theol. Fakultät der Universität Bonn am 02. und 03. Dezember 2016 einen Studientag zum Thema „Hier stehe ich – Glaube, Bekenntnis, Theologie“ (pdf) und nahm damit das Reformationsjubiläum auf.

Der Studientag wurde von jungen Mitgliedern der beiden Landesverbände konzipiert und mit organisiert. Zwei kundige Vorträge des Freitagnachmittags stammten von jungen Wissenschaftlern aus den Reihen des EB: Dr. Richard Janus, Universität Paderborn, stellvertretender Vorsitzender des EB Rheinland, präsentierte “Eine Kulturgeschichte des Bekennend von Augustinus bis Nina Hagen”. Gregor Bloch, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Marburg, sprach zum Thema “Konfession und Identität. Die Bedeutung des Bekenntnisses im lutherischen und reformierten Protestantismus”. Der zentrale Vortrag des Tages stammte von Prof. emeritus Dr. Dietrich Kirsch, Marburg, der ausgehend von Luthers Freiheitsschrift kreativ Gedanken zu einer anthropologischen Theologie entfaltete.

Am Samstag besuchten wir die Griechisch-orthodoxe Metropolie in Bonn-Beuel, die Zentrale der griechisch-orthodoxen Kirche in Deutschland. Der dortige Gemeindepfarrer, Vater Sokrates Ntallis, zeigte uns die Kathedrale mit ihrem kostbaren Bildprogramm und führte in die Schönheit der orthodoxen Liturgie und Theologie ein. Wertvoll waren seine Informationen zu aktuellen Herausforderungen der orthodoxen und altorientalischen Kirchen angesichts der Flüchtlinge aus dem Nahen Osten und der Immigration aus Griechenland, die ihr Land aufgrund der Wirtschaftskrise verlassen müssen und nun in Deutschland eine neue Heimat suchen.

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Vortrag Dr. Richard Janus, Paderborn

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Vortrag Gregor Bloch, Marburg

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Hauptvortrag Prof. emeritus Dr. Dietrich Korsch


Studientag 2016 „Christen aus dem Nahen Osten – Eine Bereicherung der Ökumene?!“

Am 19. November 2016 beteiligten wir uns an einem Studientag zum Thema „Christen aus dem Nahen Osten – Eine Bereicherung der Ökumene?!“, veranstaltet vom Evangelischen Bund Pfalz in Kooperation mit dem Protestantischen Predigerseminar der Pfalz in der Kaiserslauterer Apostelkirchengemeinde. Der Studientag beschäftigte sich im Kontext der aktuellen Flüchtlings- und Migrationsbewegung mit der Situation von Christen im Nahen Osten.

Welche Konfessionen dort leben und vor welchen Herausforderungen sie stehen, beschrieb Prof. Dr. Karl Pinggéra, Professor für Kirchengeschichte an der Philipps-Universität Marburg und Vorsitzender der Gesellschaft für das Studium des Christlichen Ostens (GSCO). Eindrucksvoll war sein Beitrag nicht zuletzt durch eben erst aufgenommene Fotos aus dem Norden des Iraks und aus Syrien, mit denen ihn christliche Freunde aus den (Bürger-)Kriegsregionen über das Ergehen ihrer Gemeinden und Klöster auf dem Laufenden halten. In einem zweiten Vortrag erläuterte Pfarrer Dr. Arne Dembeck (Kandel), Beauftragter für Christen anderer Sprache und Herkunft der Evangelischen Kirche der Pfalz, die Situation der Christen aus dem Nahen Osten in der Pfalz erläutern. Verschiedene Landeskirchen, darunter auch die Evangeklische Kirche der Pfalz, versuchen über die Anstellung von Pfarrern aus dem Nahen Osten, christliche Flüchtlinge durch Landsleute, die mit Sprache und Kultur im Herkunftsland vertraut sind, sachkundiger betreuen zu lassen als es durch deutsche Pfarrerinnen und Pfarrer möglich wäre. Eine Modellgemeinde gibt es in Ludwigshafen.

Ansprechpartner

Dr. Richard Janus
Vorsitzender des EB Rheinland

Telefon

05293-8090359