Prof. Dr. Peter Steinacker 1943-2015

Prof. Dr. Peter Steinacker 1943-2015

Mit großer Bestürzung und Trauer hat das Konfessionskundliche Institut in Bensheim die Nachricht vom Tod Peter Steinackers aufgenommen, der am 14.04.2015 nach schwerer Krankheit verstorben ist. Der frühere Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) war ein Freund und Förderer der Arbeit dieses Arbeitswerkes der EKD, das vom Evangelischen Bund Bensheim e.V. getragen wird. Seine Überlegungen zu theologischen Grundfragen vor allem im Blick auf den ökumenischen und interreligiösen Dialog gaben regelmäßig wertvolle Impulse bei Tagungen und Veröffentlichungen. Steinacker, Honorarprofessor für Systematische Theologie an der Universität Marburg, war ein gefragter Redner und hielt auch noch während seiner Zeit im Ruhestand Vorträge für den Evangelischen Bund auf Bundes- Landes- und Gemeindeebene.

Vor allem in den Jahren nach der Jahrtausendwende hatte Steinacker sich erfolgreich für den Erhalt des Instituts am Standort Bensheim eingesetzt. Das Konfessionskundliche Institut war 2007 von einem 40 Jahre zuvor von der EKD errichteten Neubau in das ursprüngliche Institutsgebäude im Bensheimer Metzendorfviertel umgezogen. Das Institut war von Wolfgang Sucker, einem der Vorgänger Steinackers im Amt des Kirchenpräsidenten der EKHN, 1947 gegründet worden. Die EKHN fördert das Konfessionskundliche Institut seither auch finanziell in vielfacher Weise. Oberkirchenrätin Ulrike Scherf, die Stellvertreterin des Kirchenpräsidenten, gehört dem Kuratorium des Instituts an. Die Präsidentin des Evangelischen Bundes, Professorin Gury Schneider-Ludorff, und der Institutsleiter Walter Fleischmann-Bisten, erklärten in einer gemeinsamen Stellungnahme zu Steinackers Tod: „Wir haben viel zu früh einen großen Theologen, Freund und Förderer der Institutsarbeit in Bensheim verloren. Er hat von einem klaren theologischen Standpunkt aus das reformatorische und ökumenische Profil unserer Arbeit mit geprägt. Wir trauern mit seiner Familie, seinen Freunden und seiner Kirche.“