Verstorben ist die Theologin Ingetraut Ludolphy (* 2.3.1921 in Dresden, + 17. November 2014 in Dresden). Sie war jahrzehntelang in der Arbeitsgemeinschaft Catholica des Evangelischen Bundes in Sachsen engagiert. Ludolphy hatte 1955 in Leipzig das Studium der Theologie abgeschlossen, und gleichzeitig eine Dissertation im Fach Kirchengeschichte vorgelegt. Sie habilitierte sich bei Prof. Franz Lau über „Die Natur bei Martin Luther“. Als Dozentin widmete sie sich der Ausbildung fast einer ganzen Generation von sächsischen Pfarrerinnen und Pfarrern. Aufgrund ihrer kritischen Einstellung gegenüber dem sozialistischen Wissenschaftsbetrieb wird ihr keine Professur zuteil, obwohl sie mehrfach vorgeschlagen war. Als ihr eine Publikation über Friedrich III untersagt wird, siedelte sie 1981 illegal in die Bundesrepublik über. In Erlangen wurde ihr das Ordinariat in der Kirchengeschichte übertragen. 1993 kehrte sie zurück nach Sachsen, wo sie rehabilitiert und mit einem erneuten Professorentitel geehrt wurde. Dort wirkte sie erneut in der Arbeitsgemeinschaft Catholica mit. Nach langer Krankheit und Behinderung starb sie in Dresden.