Reinhard Frieling hat für die Ökumene in Deutschland, Europa und weltweit wie für die Grundsätze und Arbeitsformen des Evangelischen Bundes und dessen Konfessionskundlichen Instituts nachhaltige Weichen gestellt.

Der gebürtige Dortmunder hat nach dem Studium in Marburg, Münster und Bossey und nach seiner Promotion von 1967 bis 1999 in Bensheim zunächst als Ökumenereferent gearbeitet und war von 1981 bis 1999 Institutsleiter und Direktor des Evangelischen Bundes.
Er hat als Mitglied der EKD-Synode deren Europaausschuss geleitet und gehörte der Studienkommission der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) an, deren Vorsitzender er 1997 bis 2003 war. In dieser Funktion war er maßgeblich an der Charta Oecumenica von 2001 beteiligt, die 2003 von den meisten Mitgliedskirchen der ACK in Deutschland ratifiziert wurde.
Als Honorarprofessor lehrte er seit 1988 an der Universität Marburg und war Mitglied der Gemeinsamen Arbeitsgruppe des ÖRK und des Vatikans.
Unvergessen bleiben Frielings Plädoyer für eine Europäische Evangelische Synode und seine markanten Forderungen für ökumenische Grundsätze wie „Gemeinschaft mit, nicht unter dem Papst“ oder „Nicht die Konfessionen müssen abgeschafft werden, sondern ihre Trennung voneinander“.

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