Mit dem rheinischen Synodalbeschluss aus dem Jahr 1980 wurde eine Neubestimmung des Verhältnisses zwischen Evangelischer Kirche und Judentum formuliert. Die Schuld aus der Zeit des Nationalsozialismus wurde deutlich benannt. In vielen evangelischen Kirchen wurde dieser Impuls aufgenommen und die Beziehung zum Judentum geklärt. Gerade die Diskussionen um die Documenta, die Abschlussfeier der Berlinale, aber auch in Hinblick auf die Versammlung des Weltkirchenrats in Karlsruhe zeigen, dass nach wie vor judenfeindliche Haltungen und Vorstellungen in Gesellschaft und Christentum zu finden sind. Aus dieser Perspektive ist die Besinnung auf die Positionierung der christlichen Konfessionen zum Judentum relevant.

Ziel ist miteinander über die verschiedenen Sichtweisen ins Gespräch zu kommen. Die Tagung bietet eine Standortbestimmung in diesem Feld der Beziehungen zwischen Judentum und den christlichen Konfessionen. Neben den Vorträgen zu den einzelnen Konfessionen sind Workshops vorgesehen, die auf einzelne, problematische Themen eingehen wollen.

 

Tagungsorte

Florinskirche, Florinsmarkt 23, 56068 Koblenz

 

 

 

Christuskirche, Hohenzollernstraße 2, 56068 Koblenz

 

 

 


Rhein-Mosel-Halle
, Julius-Wegeler-Straße 4, 56068 Koblenz

 

 

 

Programmübersicht

Donnerstag, 3. Oktober 2024

Florinskirche

16.00 Uhr: Eröffnungsgottesdienst. Predigt: Präses Dr. Thorsten Latzel (EKiR), Liturgie: Präsident Dr. h.c. Christian Schad und Generalsekretär Dr. Richard Janus. 

Christuskirche

17.30 Uhr: Öffentliche Vortrag “Antijudaismus aus Tradition? – Israeltheologie in der evangelischen Kirche seit der Shoa”, Pfr.in Dr.in Jennifer Ebert, Thurnau

20.00 Uhr: Lesung “Warum habt ihr geschwiegen? Die Kirche vor der Judenfrage im Nationalsozialismus”, Pfr.in Nicola Thomas-Landgrebe, Köln und Dr. Richard Janus, Paderborn

Freitag, 4. Oktober 2024

Rhein-Mosel-Halle

09.00 Uhr: Bibelarbeit mit Dr. Domenik Ackermann, Paderborn

09.30 Uhr: Panel 1: Anglikanische Kirche und Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten mit Rev. Nathan Eddy, CCJ, London und Jens-Oliver Mohr

11.15 Uhr: Panel 2: Baptismus und Orthodoxe Kirche mit Dr. Michael Rohde, Hannover und Giorgios Vlantis, München

13.00 Uhr: Mittagessen

15.00 Uhr: Panel 3: Methodistische Kirche und Römisch-katholische Kirche mit Pastor Matthias Althöfer, Herrenberg und P. Prof. Dr. Christian Rutishauser S.J., Luzern

16.45 Uhr: Ökumene update 2024 mit den Referent:innen des Konfessionskundlichen Instituts Bensheim

19.00 Uhr: Rheinischer Abend mit Sup. Rolf Stahl und Archivdirektor Dr. Andreas Metzing

Samstag, 5. Oktober 2024

Rhein-Mosel-Halle

09.00 Uhr: Bibelarbeit mit OKR.in Pfr.in Dr.in Wibke Janssen, Düsseldorf

09.30 Uhr: Workshops Runde 1

  1. Das Land Israel und die jüdisch-christlichen Beziehungen
  2. “Der will doch nur missionieren” – Judenmission als Herausforderung
  3. Antijüdische Stereotype zwischen gestern und heute
  4. Judenfeindliche Objekte in Kirchen

10.45 Uhr: Workshops Runde 2

Wiederholung der Workshop-Runde 1

11.45 Uhr: Reisesegen mit Präsident Dr. h.c. Christian Schad, Speyer


12.00 Uhr: Mitgliederversammlung des Evangelischen Bundes e. V.

Konditionen

Tagungsbeitrag

Der Tagungsbeitrag beträgt 175 €.

Mitglieder des Evangelischen Bundes zahlen 150 € .

Studierende, Ausbildende, Vikar:innen und Referendar:innen zahlen 30 €.

Übernachtung

Die Übernachtung ist selbst zu organisieren.

Bis zum 22. August 2024 haben wir ein Zimmerkontingent im GHOTEL, Neversstraße 15 (99 € EZ, 119 € DZ inkl. FR) unter dem Stichwort “Evangelischer Bund” reserviert. Bitte beachten Sie, dass das Hotel Ihre Anmeldung mit dem hier verlinkten Vordruck wünscht.

Anmeldung
Bitte melden Sie sich für die Studientagung direkt online oder telefonisch bei unserer Geschäftsstelle des Evangelischen Bundes an (FON 06251.8433.13) an.

Wir haben Ihr Interesse geweckt? Sie möchten weitere Informationen?
Dann melden Sie sich gerne bei uns. Wir freuen uns auf Sie.

TN/RJ

Ansprechpartnerin

Frau Tanja Noé
Geschäftsstelle

Telefon

06251.8433.13