Wie leben Christen in einer säkularen Gesellschaft?
36 Teilnehmende aus Europa nutzten die Tage der Begegnungsfahrt für Studierende nach Prag für viele neue Eindrücke und Antworten auf ihre zahlreichen Fragen.
U.a. mit Mönch Thomas Cyril im Brevnov-Kloster, an der Uni mit gegenseitigen Präsentationen der kirchlichen Situation und ihrer Mitglieder in Deutschland und Tschechien, beim Treffen mit einer Pfarrerin der böhmischen Brüder, die Gottesdienste für Kirchenferne in einem Rockclub anbietet.
Außerdem gab es einen Stadtspaziergang zur böhmischen Reformation und eine Führung durch die neurenovierte Evangelische Fakultät durch den Geschäftsführer. Überall wurden wir sehr gastfreundlich empfangen und Prag zeigte sich im von seiner goldenen Seite.
Der Evangelische Bund konnte die Begegnungsfahrt für Studierende zum zweiten Mal durchführen in bewährter Kooperation mit der Studierendenpfarrerin Jana Hofmanová der Böhmischen Brüder und Vera Fritzová vom internationalen Büro der Evangelischen Fakultät der Karlsuniversität. Von bayerischer Seite war wieder dabei die ESG Bayreuth verstärkt durch die KHG Bayreuth und die ESG Bamberg mit einer Mischung aus Hauptamtlichen und ESG-KHG-Studierenden.
Neu und sehr bereichernd war die Kooperation mit den katholischen und evangelischen Religionspädagogik-Lehrstühlen der Universität Bamberg. Professorin Stefanie Lorenzen und Professor Linder bereiteten mit ihren Studierenden die inhaltlichen Einheiten vor, wovon auch die ESG- und KHG-Studierenden mit Interesse profitierten.
Auch das Sightseeing und die Kneipenkultur kam nicht zu kurz.
Das Fazit einer Teilnehmerin lautete: „die Kirche schrumpft hier noch schneller als bei uns und das Geld wird auch knapper, aber trotzdem sind die Pfarrer und Pfarrerinnen, auch der katholische Mönch, hier viel zuversichtlicher als bei uns. Mich hat beeindruckt, wie schwer es die Pfarrer/innen im Sozialismus hatten, auch ihre Familien wurden drangsaliert. Die Pfarrer/innen und auch der Mönch haben deutlich beschrieben, wie dankbar und auch demütig sie sind, heute in Freiheit zu leben. Vielleicht sind sie deswegen zufriedener und auch zuversichtlicher.“
JE/TN



