Im Rahmen der 114. Generalversammlung hat der Evangelische Bund e.V. folgende Erklärung beschlossen:
„Wie hältst du’s mit dem Judentum?“ Unter dieser Fragestellung trafen sich 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer vom 3. bis 5. Oktober 2024 zur 114. Generalversammlung des Evangelischen Bundes in Koblenz zu Vorträgen und Workshops. Die meisten der 20 evangelischen Landeskirchen in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) haben sich in ihren Verfassungen zum Judentum bekannt als dem auserwählten Volk Gottes, mit dem Gott einen ewigen Gnadenbund geschlossen hat. Nun stellt sich die Frage – in diesen Zeiten ganz aktuell –, wie Christinnen und Christen zu Jüdinnen und Juden stehen im Blick auf die Bedrohungen durch die Terrororganisationen der Hamas und der Hisbollah, die erklärtermaßen das Volk Israel vernichten wollen, sowie wachsenden Antisemitismus in unserem Land.
Der Evangelische Bund drückt seine Betroffenheit und Besorgnis aus angesichts himmelschreiender Verhältnisse. Wir wollen nicht schweigen oder gar wegsehen, sondern den Kontakt zu Juden und jüdischen Gemeinden suchen und verstärken und unsere Stimme überall da erheben, wo Antijudaismus und Antisemitismus aufkommen. Wir wollen uns in unseren Urteilen oder vermeintlich guten Ratschlägen sehr zurückhalten und zunächst einmal zuhören; dann aber auch alle Menschen im Nahen Osten in der Fürbitte vor Gott tragen: Juden und Israelis ebenso wie Palästinenser und Libanesen. Der Evangelische Bund unterstützt mit dem folgenden Gebet alle Menschen, die an tragfähigen Lösungen arbeiten und den Frieden suchen:
O Herr, mach mich zu einem Werkzeug Deiner Liebe und Deines Friedens, dass ich Liebe übe selbst dort, wo man sich hasst. Dass ich Frieden bringe, wo Unfrieden herrschen will. AMEN.
Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
TN
