Wie es heute nicht mehr selbstverständlich ist, Mitglied einer christlichen Kirche zu sein, so muss auch der Religionsunterricht in Deutschland gegenwärtig um seine Stellung in den Schulen kämpfen. Gerade eine konfessionelle religiöse Bildung wird heute vielfach als nicht mehr relevant angesehen. Zugleich hat sich die religiöse Landschaft in den letzten Jahren ungeheuer pluralisiert.

So haben sich mittlerweile der orthodoxe, aber auch der islamische Religionsunterricht an staatlichen Schulen fest etabliert. Mit einer stärkeren inhaltlichen Kooperation zwischen den christlichen Konfessionen versucht man gerade im Blick auf den Religionsunterricht, den aktuellen Herausforderungen ökumenisch zu begegnen. Andere plädieren demgegenüber für einen religionskundlichen Unterricht, der über die verschiedenen Religionsgemeinschaften bloß informiert. Anlass genug, um sich einen Überblick über den gegenwärtigen Stand des Religionsunterrichts zu verschaffen.

Deshalb hat der Evangelische Bund sich dieses zentrale Thema zu Eigen gemacht und dafür die treffende Formel gefunden: „Den Nächsten kennen wie sich selbst“. Und vielleicht ist die Einlösung dieses Mottos heute dringlicher denn je.

In unserem ersten Mitgliedermagazin in diesem Jahr haben wir deshalb “Religiöse Bildung” in den Fokus gerückt. Begleiten Sie unser*e Autor*innen zu diesem spannenden Thema:

Christina Krause “Hier stehe ich, ich kann nur Bildung” 
Interview mit Birgit Sendler-Koschel “Wozu? Woher? Wohin?” 
Rosa Rappoport “Tradition und Lebenswirklichkeit verknüpft” 
Marina Kiroudi “Zwischen Pluralität, Identität und Kooperation” 
Ercan Binici “Aufklärungsarbeit ist nötig”.

Außerdem möchten Ihnen die Autor*innen Gelegenheit geben sich einen Überblick über “Modelle des Religionsunterrichts” zu verschaffen.

Abgerundet wird unser Magazin mit Impulsen unseres Präsidenten Dr. h.c. Christian Schad zum Krieg in der Ukraine, einem Bericht von Marcel Kehr zum “Forum Junge Theologie in Europa” und einem Interview mit Dr. Gregor Bloch zu “Neue Zielgruppen und Nachwuchs fördern”.

Wir wünschen Ihnen viele neue Impulse beim Lesen unserer Frühlingsausgabe, sowie frohe und gesegnete Ostern.

CS/TN

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Frau Tanja Noé
Geschäftsstelle

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